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Von der Lehrerin zur Unternehmerin in Marokko

Wie ich in Deutschland alle Zelte abbrach und nach Marokko ging - von der Eröffnung unseres Hotels bis zur Gründung von Dari Design

Der erste Blog-Eintrag meines Lebens - hier kommt er!

Da ist er nun – der erste Blog-Eintrag meines Lebens! Nachdem ich erst einmal googeln musste, für was so ein Blog überhaupt gut sein soll (ja, ich weiß, aber ich bin eben schon 30 und komme vom Dorf) und ich vergeblich nach einem Thema suchte, das irgendjemanden außer meine Familie und Freunde interessieren könnte, bin ich nun dem Vorschlag gefolgt, zunächst einmal meine Geschichte zu erzählen. Auch auf die Gefahr hin, dass sich dennoch keiner, außer die Leute die mich kennen, für diesen Beitrag interessiert, schreibe ich ihn – vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen auf seinem Weg ins Ausland oder zur Selbstständigkeit.

Etappe 1: Die Entscheidung auszuwandern - von der Sicherheit ins Abenteuer

Wie der Titel schon verrät, war ich ursprünglich Lehrerin  – Bio Chemie Lehrerin um genau zu sein. Ich habe also brav mein erstes Staatsexamen nach fünf Jahren nervenraubendem Studium absolviert und danach dementsprechend das 2-jährige Referendariat – nochmal zwei Jahre, die mir alles abverlangten. Mein ganzes Leben drehte sich ausschließlich darum, erfolgreich zu sein, in dem was ich Tat und das um jeden Preis.
Zunächst ging es um die besten Noten bei den Prüfungen, dann darum die besten Ergebnisse im Examen zu erzielen und schließlich im Referendariat, um die Anerkennung der Seminarlehrer und wieder – wie sollte es anders sein – um gute Noten. Und obwohl ich gerne Lehrer war, war ich nach kürzester Zeit ausgebrannt – angefangen hat das eigentlich bereits im Studium – und ich begann daran zu zweifeln, ob das wirklich das war, was ich für den Rest meines Lebens tun wollte:
„Alles für den Beruf geben? Mich selbst dabei komplett vergessen?“
Kurz um, ich suchte nach einem Ausweg aus der Einbahnstraße, die ich selbst eingeschlagen hatte. Doch jedes Mal, wenn mir dieser Gedanke kam, verwarf ich ihn sogleich wieder:
„Was willst du denn stattdessen machen?“, „Jetzt hast du so lange dafür studiert!“ „Du bist doch gar nicht so schlecht und es gibt ja auch schöne Momente“ oder der Klassiker: „Lehrer sein, ist wenigstens ein sicherer Beruf.“
Gedanken, die sicher jeder schon einmal hatte, und welche die meisten wie ich im nächsten Moment wieder verwerfen. Meine Gedanken jedoch wuchsen zu einem unaufhörlichen Verlangen nach MEHR.

Im Jahr 2014 dann – ich stand am Ende des Referendariats – lernte ich meinen heutigen Ehemann kennen, Dieser hatte damals bereits den Plan, ein Surfhotel im Surferdorf Taghazout (Agadir, Marokko) zu eröffnen. Ich stand nun also vor der Wahl, mein ’sicheres‘ und gewohntes Leben weiterzuführen und eine Fernbeziehung in Kauf zu nehmen, oder mit ihm nach Marokko zu gehen und ein neues Leben zu beginnen. Wie ihr euch bereits denken könnt, entschied ich mich für Letzteres.

Fischerdorf Taghazout

Etappe 2: Das Abenteuer beginnt - oder auch nicht...

Ich hatte es also getan, ich war ausgestiegen aus meinem Lehrer-Hamsterrad. Ich tat das, vor dem alle anderen Angst hatten, ließ alles hinter mir und konnte mich nun endlich selbst verwirklichen. Aber wie genau solle diese Selbstverwirklichung denn nun aussehen? Was will ich denn eigentlich im Leben? Was soll ich denn jetzt mit der ganzen Zeit anfangen? Ich wusste es nicht.
Ich fühlte mich wie ein Kleinkind, das sich in einem großen Spielwarenladen verlaufen hatte – alle Möglichkeiten standen mir offen und ich konnte tun, was ich wollte, werden was ich wollte – ich musste nur danach greifen. Fern jedoch von allem, das ich kannte, ohne zu wissen was genau ich wollte, ohne die Möglichkeit sich in dem fremden Land zu verständigen und so ganz ohne konkrete Pläne, sehnte ich mich nach kurzer Zeit insgeheim wieder nach meinem sicheren Hamsterrad, in dem ich mein halbes Leben lang rannte.
Ich begann an meiner Entscheidung zu zweifeln. Hinzu kam die Tatsache, dass in der Heimat natürlich alle Augen auf mich gerichtet waren, darauf was ich jetzt mit meinem neuen Leben anfangen würde, nachdem ich alles, für das ich mein ganzes Leben lang gearbeitet habe, hingeschmissen habe. Ich war deprimiert – so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Dennoch entschied ich mich dazu, nicht aufzugeben und wenigstens alles zu versuchen, um Fuß zu fassen in dem neuen Land.

Ich beschloss meine Französisch-Kenntnisse aufzubessern und meinen Mann bei der Gründung des Hotels zu helfen. Ich schlug mich mit Deutschkursen durch, die ich gab, um etwas Geld zu verdienen und rannte mit meinem Mann von einer Behörde zur nächsten, um die nötigen Papiere zum Umbau des Hotelgebäudes und der Eröffnung des Hotels zu besorgen. All das, ohne ein Wort von dem zu verstehen, was gesprochen wurde oder geschrieben stand. Eineinhalb Jahre lang kämpften sich mein Mann und ich durch den marokkanischen Behördendschungel, ohne Arbeit und ohne einen Dirham in der Tasche – ein Alptraum für mich als ‚deutschen Michel‘.

Dennoch waren wir beide davon überzeugt, dass die Eröffnung des Hotels all unsere Probleme lösen würde und so machten wir weiter. Mein Französisch war in der Zwischenzeit viel besser geworden – endlich konnte ich mich verständigen und fühlte mich nicht mehr, wie ein orientierungsloses Kleinkind. Dann schließlich nach fast 2 Jahren, konnten wir mit den Bauarbeiten starten. Endlich ging das lang erwartete Abenteuer los!

Etappe 3: Das Hotel wird eröffnet - und mit ihm zahlreiche Möglichkeiten

Nachdem die großen Bauarbeiten beendet waren, ging es ans Einrichten. Sofort entbrannte in mir eine fast vergessene Leidenschaft, die ich zwar mein ganzes Leben lang hatte, die aber im Laufe meines Lehrer-Hamsterrad-Lebens in die hintersten Ecken meines Bewusstseins gerückt war – die Leidenschaft des Interiordesigns. Diese lebte ich bis dato nur im Rahmen des Einrichtens meiner zahlreich wechselnden Wohnungen während Studium und Referendariat aus. Jetzt jedoch ging es darum, ein ganzes Hotel einzurichten und zu dekorieren – ich war hoch motiviert! Endlich hatte ich ‚mein Ding‘ (wieder)gefunden.
Sofort machte ich mich also daran im Internet nach Online Shops oder lokalen Möbelhäusern zu suchen. Vergeblich! Mir wurde klar, dass ich mich nicht in Deutschland befand und der Möbel- und Dekorationsmarkt in Marokko noch sehr jungfräulich sind. Wieder einmal fühlte ich mich fremd und orientierungslos. Die anfängliche Euphorie war der ernüchternden Realität gewichen.

Als ich bereits kurz davor war, die Idee aufzugeben und meine Leidenschaft wieder in die Ecke zu werfen, nahm mich meine Schwiegermutter mit auf einen traditionellen marokkanischen Kunsthandwerker-Markt. Den klassischen, ziemlich touristischen ‚Souk‘ (Markt) kannte ich bereits, dieser Markt war anders. Anstelle der zahlreichen Marktschreier traf ich hier auf die wahren Kunsthandwerker, die die Produkte selbst herstellen, Es gab eine Töpferei, eine Weberei, einen Korbmacher, einen Tischler und vieles mehr. Kurz um, ich war im Boho-Einrichtungs-Himmel! Sofort knüpften wir Kontakt mit den interessantesten Kunsthandwerkern und begannen Stoffe mit speziellen Mustern und Farben in Auftrag zu geben, Kissen und Sitzkissen zu entwerfen, Töpferwaren zu designen, Lampen nach meinen Vorstellungen anfertigen und schließlich auch Möbel tischlern zu lassen, die heute in den Räume des Restaurants und Hotels World of Waves stehen.

Es war großartig zu sehen, wie den Räumen des Hotels Stück für Stück eine Seele eingehaucht wurde.

Im Oktober 2016 endlich, empfingen wir die ersten Gäste – sie waren begeistert von Dekoration und Design. Sie sprachen von einer unglaublich warmen Atmosphäre – einer Gemütlichkeit, wie man sie sonst nur von seinem eigenen Zuhause oder dem von Freunden gewohnt ist, von einer Dekoration die trendig und frisch ist, aber gleichzeitig traditionell marokkanisch wirkt. Das positive Feedback der ersten Gäste sollte jedoch kein Einzelfall bleiben. Fast all unsere Gäste betonten stets, wie sehr ihnen das Design gefiele und erkundigten sich nicht selten danach, wo man dies alles erwerben kann. Da jedoch fast alle Dekorations.- Accessoires selbst designed und speziell für das Hotel in Auftrag gegeben worden waren, konnte ich ihnen selten weiterhelfen.

Etappe 4: Die Geburt einer Idee - der Beginn von Dari Design 

Diese Erfahrungen und Tatsache, dass ich nach dem Einrichten des Hotels eine neue Herausforderung suchte -neben der Leitung des Hotels natürlich- weckten in mir eine Idee.
Ich überlegte mir, wie es wohl wäre, ganze Kollektionen handgefertigter Deko-Accessoires zu designen und herstellen zu lassen und diese zusammen mit bereits bestehenden Stücken marokkanischer Märkte zum Verkauf anzubieten.

Auf diese Weise könnte ich den fragenden Gästen endlich eine Adresse – meine Adresse – geben, um sich, in Form von Deko-Accessoires, ein Stück Marokko mit nach Hause zu nehmen. Die Idee von Dari Design war geboren, ruhte jedoch fast ein Jahr lang im Verborgenen. Schließlich ist die Führung eines Hotels mit fast 20 Angestellten auch eine ziemlich zeitraubende Angelegenheit – wenn auch ich dies nicht alleine tue, sondern mit meinem Mann und seinen Brüdern.
Vor kurzem aber erinnerte ich mich erinnerte daran, dass ich nicht nur nach Marokko kam, um mit meinem Mann sein Herzensprojekt – das Hotel – zu verwirklichen, ich kam auch deshalb, um mich selbst zu verwirklichen. In den fast drei Jahren Marokko bin ich durch Höhen und Tiefen gegangen, habe Zweifel und Ängste überwunden und Dinge gelernt, von welchen ich nie dachte, dass ich dazu fähig wäre. Heute war nicht mehr das orientierungslose Kind im Spielwarenladen, ich war eine selbstständige Frau, die den Mut hatte sich, auf der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung, ins Ungewisse zu stürzen und die sich nun schließlich selbst gefunden hatte. Es war an der Zeit mich selbst zu verwirklichen, die lang vergrabene Leidenschaft zum Mittelpunkt meines Lebens zu machen und mein persönliches Herzensprojekt zu starten – Dari Design.

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8 Kommentare zu „Von der Lehrerin zur Unternehmerin in Marokko“

  1. Hallo liebe Katja,
    schön, dich jenseits von Instagram im Bloggerland zu treffen und deine Geschichte zu lesen.
    ….und nein, es interessiert nicht nur deine Familie – lach.
    Ziemlich mutig, so alles einfach hinter sich zu lassen, aber der Erfolg gibt dir Recht.

    Herzlichen Glückwunsch auch zum Shop. Ich drücke die Daumen, dass auch dieses Projekt ein Erfolg wird.

    liebe Grüße
    Nicole

    1. Ich danke dir liebe Nicole. Hatte mir schon überlegt den Eintrag zu löschen, bevor der Shop eröffnete. Ist ja doch alles sehr persönlich 🙂 Aber dann dachte ich mir, warum eigentlich? War ja schließlich alles so. Ich freue mich jetzt umso mehr, dass es neben Familie und Freunden auch noch weitere Menschen gibt, die meine Geschichte interessiert. Ich danke dir für deine lieben Worte. Das bedeutet mir wirklich viel. Hab einen wunderschönen Tag.
      Lg
      Katja

  2. Hallo liebe Katja,
    ich finde es immer sehr spannend solche Geschichten zu lesen und bin gespannt was du uns noch alles berichten wirst, auf jeden Fall stöbere ich gleich mal in deinen Shop rein 🙂
    Ganz viel Erfolg weiterhin!!

    1. Liebe Stefanie,
      ich danke dir von Herzen für deinen lieben Kommentar. Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt und auch freue ich mich, dass du dich in meinem kleinen Shop umsiehst. Ich wünsche dir noch einen wunderbaren Tag. :-* Lg Katja

  3. Claudia Schreiber

    Liebe Katja,
    ich finde es so toll, dass du den Mut gefunden hast, diesen Weg zu gehen. Die Liebe hat dich dorthin gebracht und du bist deinem Herzen gefolgt und hast genau das Richtige getan. Ich bin selbst Lehrerin, habe erst eine Ausbildung gemacht nach dem Abi und in dem Job noch gearbeitet. Habe dann Lehramt studiert, weil ich noch etwas anderes machen wollte. Habe mich durch das Studium und das Referendariat gequält. Mein Studium hat etwas länger gedauert, da ich mit den Großteil selbst finanzieren musste. Dann kam unser erstes Kind mitten im Referendariat. War das Schucksal, habe ich im ersten Moment gedacht, denn ich fühlte mich in meiner Ausbildungsschule überhaupt nicht wohl. Eine Schulleiterin, die mich immer drangsalierte, Fachleiter, die immer alles anders haben wollten . Also war ich erst einmal zu Hause und freute mich auf meine Aufgabe als Mutter. Bekam aber nach 4 Monaten schon eine kleine Krise, da ich dachte, soll ich das dann die nächsten Jahre machen, Windeln wechseln, nur für das Kind da sein. Verstehe mich nicht falsch. Ich liebe mein Kinder ( von dem ich jetzt spreche, der ist 19 Jahre alt und hat letztes Jahr sein Abi gemacht), aber irgendetwas fehlte, ich war nicht ausgefüllt. Nachdem ich damals endlich eine Tagesmutter gefunden hatte, bin ich wieder in die Höhle des Löwen und habe mein Referendariat beendet. Mit Kind noch schwieriger als ich dachte und weil mein Studium nicht umsonst sein sollte. Habe es dann auch geschafft und sofort eine Vertretungsstelle bekommen. An feste Verträge war zu der Zeit gar nicht zu denken. Jetzt werden Lehrer wieder mit Kusshand genommen, damals war es sehr schwierig . Also gab es mehrere Jahre befristete Vertröge, bis unser zweiter Sohn kam. Ich blieb wieder zwei Jahre zu Hause und dann ging es im Lehrerjob weiter. Wieder nur befristete Verträge. Dann klappte es mit 40 + endlich mit einer Festanstellung , aber leider nicht mehr mit einer Verbeamtung. Ich mache den gleichen Job wie meine Kollegen, leider nur als Angestellte . Mit einem Drittel weniger Gehalt. Ich weiß, dass ich meinen Job gut mache, ich komme mit den Eltern klar und auch den immer schwieriger werdenden Kindern. Obwohl das mir immer mehr abverlangt, da viele Kinder in die Schulen kommen und kaum Grenzen erfahren haben. Da könnte ich jetzt noch stundenlang weiter schreiben, immer mehr Arbeit, die du als Lehrer ableisten musst. Konzepte schreiben, wieder etwas evaluieren und und und ……Jetzt die Arbeit mit den Flüchtlingen und immer wieder das Gefühl zu haben im politischen Hamsterrad zu sein. Und immer wieder tauchte bei mir der Wunsch auf, einen eigenen Laden zu eröffnen, mein Hobby und das Dekorieren zum Beruf zu machen. Habe das immer wieder verworfen, weil ich denke, es ist nicht genügend Eigenkapital da und viele gesundheitliche Probleme mich davon abhalten. Dein Schritt hat mich wieder zum Nachdenken angeregt. Gut, ich würde nicht auswandern, aber………🤔🤔 Und dann bin ich nun schon mittlerweile Anfang 50….. Wer weiß ob ich den Absprung noch einmal schaffe. Sorry, dass ich jetzt so viel geschrieben habe, aber das hat mich gerade so inspiriert. Ich wünsche dir weiterhin viel Glück und Erfolg auf deinem Weg. Deine Claudia ( IG: claudis.homestyle)

    1. Liebe Claudia,
      beim Lesen deines Kommentars habe ich Gänsehaut gekriegt. Ich kann dich so gut verstehen und danke dir für deine Offenheit. Ich finde diese Ungerechtigkeit zwischen Beamten- und Angestelltenverhältnis einfach untragbar. Ich weiß, dass hier die gleiche Arbeit bei viel weniger Vergütung geleistet wird und das ist einfach nur UNFAIR. Dennoch allen Respekt dafür, dass du dein Referendariat mit Kind und Kegel durchgezogen hast und deinen Weg weiter verfolgt hast. Ich kann mir vorstellen, wie schwierig das sein muss. Zu deinem letzten Absatz möchte ich dir sagen, es berührt mich zu tiefst, dass ich dich erneut zum Nachdenken anregen konnte. Wenn ich eines auf meinem Weg gelernt habe, dann ist das, dass man ALLES lernen, sich alles aneignen kann, um seinen Traum zu erfüllen, wenn man sich durchbeißt (nur daran glauben hilft nicht, hab ich probiert ;-)). Wenn dieser Wunsch etwas ANDERS zu machen die ganzen Jahre über nicht verloren ging heißt das, er ist sehr stark und es lohnt sich dem nach zu gehen. Man muss nicht alles aufgeben und hinter sich lassen oder gar auswandern, aber man kann diesen inneren Wunsch nähren. Sich überlegen, wie man ihn umsetzen kann…in kleinen Schritten. Sich ein Ziel ausmalen, das mit derzeitigem Beruf und Familiensituation vereinbar ist und dennoch erlaubt, seinen Traum zu leben (zumindest ein bisschen). Bei Instagram kenne ich viele Lehrer, die sich ein kleines Nebengewerbe aufgebaut haben und über Instagram, Etsy oder einen eigenen Online Shop Dekorationsartikel oder handgemachtes verkaufen. Natürlich in ihrem Rhythmus und wie gesagt – nebenbei!

      Das ganz hört sich nun schrecklich nach einem Ratschlag oder einer Lektion an. Ist es aber nicht! Ich wünsche mir nur für dich, dass du nicht aufgibst und an deiner Idee festhältst. Was mir immer geholfen hat war der Gedanke: „Was kann denn im schlimmsten Fall passieren?“ Die Antwort darauf war dann meistens: „Das Schlimmste wäre, dass die Idee floppt und ich wieder da anfange, wo ich aufgehört habe.“ Dieser Gedanke hat mir geholfen nach Marokko auszuwandern, das Hotel aufzubauen, meinen Shop zu eröffnen…Oftmals hat man einfach Angst vor einem Verlust der Sicherheit, einem Verlust des Gewohnten, aber meistens gibt es gar nicht so viel zu verlieren, wenn man seinem Traum folgt. (Solltest du jetzt vorhaben Millionen zu investieren oder dein Hab und Gut zu verpfänden, nehme ich natürlich alles zurück :-))

      Ich könnte auch noch stundenlang weiterschreiben….Ich möchte dir nur sagen. Solltest du einen Rat, eine Ermutigung oder sonst irgendetwas brauchen. Einfach melden, ich tausche mich gerne aus.

      Lg
      Katja

  4. Liebe Katja,
    vielen vielen Dank, für diese wunderbare Geschichte. Respekt was du in so einer kurzen Zeit geschafft hast, du kannst wirklich Stolz auf dich sein. Du bist sehr Zielstrebig und das bewundere ich bei dir, dagegen hab ich nichts besonderes geschafft. Vor etwa 11 jahren sind mein Mann , meine beiden Kindern und ich nach Marokko ausgewandert, ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, und obwohl ich Marokkanerin bin und die Muttersprache beherrsche ( Hocharabisch kann ich leider nicht) hab ich noch nicht mein Traumwunsch von einer selbstständigkeit erfüllt. Es gibt zwei Gründe die mich daran hindern meine Ziele zu folgen, das Finanzielle und die Angst zu scheitern . Ich habe auch zwei Herzenswünsche, ein Restaurant oder ein deko/souvenirgeschäft zu eröffnen. Zur zeit verkaufe ich, Möbel, Geschirr, dekos und manchmal auch Lebensmittel, wie Dattel, Olivenöl, Arganöl und was man sich noch wünscht, online oder meistens durch Whatsapp. Es macht spass, doch trotzdem möchte ich mein Ziel nicht aus den Augen verlieren. Und durch deine Geschichte, hast du mich nochmal ermutigt nicht aufzugeben. Danke das du uns durch deine schöne Geschichte ermutigst weiter zu machen und sein Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Ich wünsche dir auf deinem Weg noch viel viel Erfolg und alles alles Gute.

    Lieben Grüsse Samira aus Casablanca

    1. Liebe Samira,
      es freut mich sehr zu hören, dass dich meine Geschichte ermutigt hat. Bitte gib nicht auf. Wenn man sich etwas wirklich wünscht und hartnäckig dafür einsteht, dann kann man wirklich fast alles schaffen. So kitschig sich das auch anhört. Ich freue mich sehr über deinen Kommentar und wünsche dir das Allerbeste.
      Lg aus Agadir,
      Katja

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